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Steinberg Cubase Essential 4 Operation Manual German Version
Steinberg Cubase Essential 4 Operation Manual German Version
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61 Aufnehmen Cycle-Aufnahmemodus: Overwrite (MIDI) Sobald Sie eine MIDI-Note spielen (oder einen beliebigen MIDI-Befehl senden), werden alle MIDI-Daten, die Sie in vorherigen Durchläufen aufgenommen haben, überschrie- ben – ab diesem Punkt im Part. Ein Beispiel: 1.Sie starten die Aufnahme in einem Cycle mit acht Takten. 2.Der erste Take (Durchlauf) war nicht gut genug – Sie beginnen direkt mit einem neuen Durchlauf und über- schreiben den ersten Take. 3.Nach der Aufnahme des zweiten Takes hören Sie sich die Aufnahme an, ohne etwas zu spielen. Sie stellen fest, dass die Aufnahme bis zu Takt 7 gelungen ist. 4.Warten Sie im nächsten Durchlauf bis zu Takt 7 und beginnen Sie dann, etwas zu spielen. Auf diese Weise überschreiben Sie nur die letzten beiden Takte. 5.Achten Sie darauf, mit dem Spielen aufzuhören, bevor ein neuer Cycle-Durchlauf beginnt – sonst überschreiben Sie den gesamten Take. Cycle-Aufnahmemodus: Keep Last Jeder vollständige Durchlauf ersetzt den zuvor aufgenom- menen Durchlauf. Beachten Sie Folgendes: Der Cycle-Durchlauf muss vollständig sein – wenn Sie die Aufnahme beenden oder auf den Stop-Schalter kli- cken, bevor der Positionszeiger der rechten Locator er- reicht, bleibt der zuvor aufgenommene Take erhalten. Wenn Sie während eines Durchlaufs keine MIDI-Daten spielen oder eingeben, geschieht nichts (d. h. der vorhan- dene Take bleibt erhalten). Aufnehmen verschiedener MIDI-Befehle Noten Wenn Sie beim Arbeiten mit MIDI-Material eine Taste auf Ihrem Synthesizer oder einem anderen MIDI-Keyboard an- schlagen und wieder loslassen, werden ein Note-On-Be- fehl (Taste angeschlagen) und ein Note-Off-Befehl (Taste losgelassen) gesendet. Der MIDI-Noten-Befehl enthält außerdem Informationen über den verwendeten MIDI-Ka-nal. Normalerweise wird diese Information durch die MIDI- Kanaleinstellung der Spur überschrieben. Wenn Sie je- doch für die Spur die MIDI-Kanaleinstellung »Alle« wählen, wird der ursprüngliche Kanal für die Wiedergabe der No- ten verwendet. Kontinuierliche Daten Pitchbend, Aftertouch und Controller-Daten (z. B. Modula- tionsrad, Haltepedal oder Lautstärke) werden im MIDI- Standard als kontinuierliche Events bezeichnet (im Ge- gensatz zu Events wie »Note On« oder »Note Off«). Wenn Sie bei der Aufnahme am Tonhöhenrad (Pitchbend) Ihres Synthesizers drehen, wird diese Veränderung zusammen mit dem Tastenanschlag (»Note On« und »Note Off«) auf- gezeichnet, genauso wie Sie es erwarten. Die kontinuierli- chen Daten können allerdings auch in einem separaten Arbeitsgang aufgenommen werden, nachdem die Noten aufgezeichnet wurden (oder sogar vorher). Sie können sie auch unabhängig von den Noten, auf die sie sich bezie- hen, auf eigene Spuren aufnehmen. Angenommen Sie nehmen einen oder mehrere Bass-Parts auf Spur 2 auf. Wenn Sie jetzt eine andere Spur, z. B. Spur 55, auf denselben Ausgang und MIDI-Kanal wie Spur 2 einstellen, können Sie auf diese Spur die Tonhöhenrad- Einstellungen (Pitchbend) für die Bass-Parts aufnehmen. Schalten Sie dazu einfach die Aufnahme ein und bewegen Sie nur das Tonhöhenrad während der Aufnahme. Wenn bei beiden Spuren die Einstellungen für Ausgang und MIDI-Kanal gleich sind, klingt das Ergebnis so, als ob die beiden Aufnahmen gleichzeitig erzeugt wurden. Programmwechselbefehle Wenn Sie Ihr Keyboard (oder eine andere Aufnahme- quelle) von einem Programm auf ein anderes umschalten, wird normalerweise über MIDI mit dem Programm eine be- stimmte Zahl als Programmwechselbefehl gesendet. Die- ser Programmwechselbefehl kann zusammen mit der Mu- sik oder später auf eine andere Spur aufgenommen bzw. manuell im Key- oder Listen-Editor eingegeben werden. !Sie können mit Hilfe der MIDI-Filter genau festlegen, welche Event-Arten aufgenommen werden sollen (siehe »MIDI-Filter« auf Seite 63).
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62 Aufnehmen Systemexklusive Daten Systemexklusive Daten (SysEx-Daten) sind spezielle MIDI- Befehle zur Übermittlung gerätespezifischer Daten. Mit SysEx-Daten kann eine Liste von Zahlen, die zur Einstellung eines oder mehrerer Sounds in einem Synthesizer benötigt werden, übermittelt werden. Weitere Informationen zur Dar- stellung und Bearbeitung von SysEx-Daten finden Sie im Kapitel »Arbeiten mit SysEx-Befehlen« auf Seite 289. Der Zurücksetzen-Befehl Der Zurücksetzen-Befehl im MIDI-Menü sendet Note-Off- Befehle und setzt Controller-Daten auf allen MIDI-Kanälen zurück. Dies ist erforderlich, wenn unerwünschte Effekte (z. B. Notenhänger oder anhaltendes Vibrato) auftreten. Cubase Essential kann MIDI-Daten auch automatisch zurücksetzen, wenn die Wiedergabe gestoppt wird. Sie können diese Option im Programmeinstellungen-Dialog auf der MIDI-Seite ein- bzw. ausschalten. Im Programmeinstellungen-Dialog auf der MIDI-Seite befindet sich auch die Option »Am Ende der Aufnahme Reset-Event einfügen«. Dies ist eine sehr nützliche Funktion für MIDI-Aufnahmen. Am Ende jedes aufgenommenen Parts wird ein Reset-Event eingefügt, das Controller- Daten, z. B. Sustain, Aftertouch, Pitchbend, Modulation, Breath Control usw. zurücksetzt. Dies ist sinnvoll für Aufnahmen von MIDI-Parts, bei de- nen nach Beenden der Aufnahme das Sustain-Pedal noch gehalten wurde. Normalerweise würden in diesem Fall alle darauf folgenden Parts mit Sustain gespielt, da der Befehl »Pedal losgelassen« nicht aufgenom- men wurde. Dies kann verhindert werden, indem Sie die Option »Am Ende der Aufnahme Reset-Event einfügen« einschalten. Rückwirkende Aufnahme Mit dieser Funktion können Sie MIDI-Noten, die Sie im Stop-Modus oder während der Wiedergabe spielen, wie- derherstellen und nachträglich (»rückwirkend«) in einem MIDI-Part speichern. Dies ist möglich, da Cubase Essen- tial eingehende MIDI-Daten puffern kann, auch wenn die Aufnahme nicht gestartet wurde. Gehen Sie folgendermaßen vor: 1.Schalten Sie im Programmeinstellungen-Dialog unter »Aufnahme–MIDI« die Option »Rückwirkende Aufnahme« ein. Auf diese Weise wird die Puffer-Funktion für die MIDI-Eingangsdaten eingeschaltet und so die rückwirkende Aufnahme ermöglicht. 2.Stellen Sie sicher, dass die Aufnahme für die MIDI- Spur aktiviert ist. 3.Wenn Sie MIDI-Material gespielt haben und wieder- herstellen möchten (im Stop-Modus oder während der Wiedergabe), wählen Sie im Transport-Menü den Befehl »Rückwirkende Aufnahme« (oder verwenden Sie einen Tastaturbefehl, standardmäßig [Umschalttaste]-[Num*]). Der Inhalt des MIDI-Puffers (d. h. das, was Sie gerade ge- spielt haben) wird in einem MIDI-Part auf der Spur gespei- chert, für die die Aufnahme aktiviert war. Der Part wird an der Position eingefügt, an der sich der Positionszeiger be- fand, als Sie mit dem Spielen begonnen haben. Wenn Sie also die Wiedergabe »begleitet« haben, werden die er- zeugten Noten genau dort platziert, wo Sie sie im Projekt gespielt haben. Mit dem Parameter »Puffergröße für rückwirkende Auf- nahme« im Programmeinstellungen-Dialog (Aufnahme– MIDI) legen Sie die Datenmenge fest, die auf diese Weise wiederhergestellt werden kann. MIDI-Programmeinstellungen Auch die folgenden Optionen und Einstellungen im Pro- grammeinstellungen-Dialog wirken sich auf die Aufnahme und Wiedergabe von MIDI-Material aus: MIDI-Seite Längenanpassung Mit dieser Funktion wird die Länge der Noten angepasst, so dass sich immer ein kleiner Abstand zwischen dem Ende einer Note und dem Be- ginn der darauf folgenden Note (derselben Tonhöhe auf demselben MIDI-Kanal) befindet. Dieser Wert wird in Ticks (120 Ticks entsprechen einer 1/16-Note) eingestellt. Aufnahme–MIDI MIDI-Parts auf Taktgrenzen vergrößern Wenn diese Option eingeschaltet ist, werden der Anfang und das Ende der aufgenommenen MIDI-Parts automatisch bis zum nächsten Taktende verlängert. Wenn Sie mit dem Zeitformat »Takte+Zählzeiten« arbeiten, wird auf diese Weise die Bearbeitung (Verschieben, Kopieren, Wieder- holen usw.) einfacher gestaltet.
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63 Aufnehmen Aufnahme in MIDI-Editoren auf Solo schalten Wenn diese Option eingeschaltet ist und Sie einen Part zum Bearbeiten in einem MIDI-Editor öffnen, wird der Schalter »Aufnahme aktiveren« für diese Spur automatisch eingeschaltet. Solange dieser MIDI-Editor geöff- net ist, ist der Schalter »Aufnahme aktivieren« für alle anderen MIDI-Spu- ren ausgeschaltet. Dadurch wird es einfacher, MIDI-Daten in einem bestimmten Part aufzunehmen, da die Aufnahme nicht auf einer anderen Spur erfolgen kann. MIDI-Aufnahmebereich in ms Wenn Sie mit einer Aufnahme am linken Locator beginnen, können Sie mit dieser Option sicherstellen, dass die Aufnahme wirklich alle gespiel- ten Noten enthält. Immer wieder passiert es, dass in einer ansonsten per- fekten MIDI-Aufnahme die erste Note fehlt, weil Sie etwas zu früh mit dem Spielen eingesetzt haben! Wenn Sie den Aufnahmebereich vergrö- ßern, nimmt Cubase Essential auch die Events unmittelbar vor dem Be- ginn der Aufnahme auf, so dass der Anfang nicht abgeschnitten wird. Die anderen Optionen werden in der Dialog-Hilfe beschrie- ben. Klicken Sie im Voreinstellungen-Dialog auf den Hilfe- Schalter, um sie zu öffnen. MIDI-Filter Wenn Sie im Programmeinstellungen-Dialog unter »MIDI– MIDI-Filter« einige der Optionen einschalten, werden die entsprechenden MIDI-Befehle nicht aufgenommen und/ oder »weitergeleitet« (durch MIDI-Thru wieder nach außen geleitet).Der Dialog ist in vier Bereiche aufgeteilt: Optionen und Einstellungen Programmeinstellungen für die Aufnahme auf der Transport-Seite Einige Optionen auf der Transport-Seite im Programmein- stellungen-Dialog sind für Aufnahmen relevant. Stellen Sie diese Ihrer Arbeitsweise entsprechend ein: Punch-In bei Stop deaktivieren Wenn diese Option eingeschaltet ist, wird Punch-In auf dem Transportfeld automatisch ausgeschaltet, wenn Sie auf den Stop-Schalter klicken. Nach automatischem Punch-Out anhalten Mit dieser Einstellung wird die Wiedergabe nach einem automatischen Punch-Out angehalten (wenn der Positi- onszeiger den rechten Locator erreicht und Punch-Out im Transportfeld eingeschaltet ist). Wenn das Postroll-Wer- tefeld im Transportfeld einen anderen Wert als null hat, wird die Wiedergabe für die Dauer des eingestellten Werts fortgesetzt (siehe unten). Bereich Beschreibung Aufnahme Schalten Sie die entsprechende Option ein, um zu verhin- dern, dass diese Arten von MIDI-Befehlen aufgenommen werden. Sie werden jedoch weitergeleitet und, wenn sie be- reits aufgenommen sind, normal wiedergegeben. Thru Wählen Sie eine Option aus, um zu verhindern, dass be- stimmte Arten von MIDI-Befehlen weitergeleitet werden. Diese werden jedoch aufgenommen und normal wiedergegeben. Kanäle Wenn Sie einen der Kanal-Schalter auswählen, werden über diesen MIDI-Kanal keine MIDI-Befehle aufgenommen oder weitergeleitet. Bereits aufgenommene MIDI-Befehle werden jedoch normal wiedergegeben. Controller Wählen Sie hier die MIDI-Controller-Daten aus, die Sie nicht aufnehmen oder weiterleiten möchten. Wählen Sie im Eingabefeld die Controller-Art aus, die Sie her- ausfiltern möchten, und klicken Sie auf den Einfügen-Schalter. Die Controller-Art wird in der Liste unten angezeigt. Um eine Controller-Art aus der Liste zu entfernen (und so das Aufnehmen und Weiterleiten zu ermöglichen), wählen Sie sie in der Liste aus und klicken Sie auf den Entfernen-Schalter.
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64 Aufnehmen Preroll und Postroll Die Eingabefelder für Preroll und Postroll, die sich auf dem Transportfeld unterhalb der Positionsfelder für den rechten bzw. linken Locator befinden, haben folgende Funktionen: Wenn Sie einen Preroll-Wert (Vorlauf) eingeben, läuft Cubase Essential beim Starten der Wiedergabe automa- tisch ein kurzes Stück zurück. Dies geschieht bei jedem Start der Wiedergabe, ist jedoch besonders wichtig, wenn Sie vom linken Locator aus aufnehmen (Punch-In im Transportfeld eingeschaltet), siehe unten. Wenn Sie einen Postroll-Wert (Nachlauf) eingeben, läuft die Wiedergabe in Cubase Essential nach dem auto- matischen Punch-Out etwas weiter, bevor sie angehalten wird. Dies ist nur relevant, wenn Punch-Out im Transportfeld aktiviert ist und im Programmeinstellungen-Dialog auf der Transport-Seite die Option »Nach automatischem Punch-Out anhalten« eingeschaltet ist. Sie können die Funktionen »Preroll« und »Postroll« ein- bzw. ausschalten, indem Sie im Transportfeld auf den ent- sprechenden Schalter klicken (neben den Werten für Pre- bzw. Postroll) oder die Befehle »Pre-Roll verwenden« bzw. im Transport-Menü »Post-Roll verwenden« wählen. Ein Beispiel: 1.Setzen Sie die Locatoren an die Positionen, wo die Aufnahme beginnen bzw. enden soll. 2.Schalten Sie Punch-In und Punch-Out auf dem Trans- portfeld ein. 3.Schalten Sie im Programmeinstellungen-Dialog auf der Transport-Seite die Option »Nach automatischem Punch-Out anhalten« ein. 4.Geben Sie im Preroll- und Postroll-Feld auf dem Transportfeld die gewünschten Werte ein. 5.Schalten Sie die Pre- und Postroll-Schalter auf dem Transportfeld ein, so dass sie aufleuchten.6.Starten Sie die Aufnahme. Der Positionszeiger wird entsprechend dem eingegebenen Preroll-Wert nach links verschoben und die Wiedergabe beginnt. Wenn der Positi- onszeiger den linken Locator erreicht, wird die Aufnahme automatisch eingeschaltet. Wenn der Positionszeiger den rechten Locator erreicht, wird die Aufnahme unterbrochen, die Wiedergabe läuft jedoch noch um den eingegebenen Postroll-Wert weiter. Verwenden des Metronoms Der Metronom-Click kann als Referenz für das Timing ver- wendet werden. Die beiden Parameter, die das Timing des Metronoms bestimmen, sind Tempo und Taktart. Diese werden im Tempospur-Fenster eingestellt (siehe »Bearbei- ten der Tempokurve« auf Seite 295). Sie können das Metronom verwenden, um einen Click während der Aufnahme und/oder der Wiedergabe zu er- zeugen oder für einen Vorzähler (Precount), der zu hören ist, wenn Sie die Aufnahme aus dem Stop-Modus heraus starten. Sie können den Metronom-Click und den Vorzäh- ler separat einstellen: Wenn Sie das Metronom einschalten möchten, klicken Sie auf den Click-Schalter auf dem Transportfeld. Sie können stattdessen auch im Transport-Menü die Option »Metronom ein« einschalten oder den entsprechenden Tastaturbefehl verwenden (standardmäßig [C]). Wenn Sie den Vorzähler einschalten möchten, klicken Sie auf den entsprechenden Schalter im Transportfeld. Sie können stattdessen auch im Transport-Menü die Option »Vorzähler ein« einschalten oder einen Tastaturbefehl für diese Funktion einrichten. Preroll-Wertefeld und Ein/Aus-Schalter Postroll-Wertefeld und Ein/Aus-Schalter Metronom- Click ein/ausVorzähler ein/aus
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65 Aufnehmen Metronomeinstellungen Wählen Sie im Transport-Menü die Option »Metronomein- stellungen…«. Das Metronom kann entweder einen Audio-Click über die Audio-Hardware wiedergeben, MIDI-Daten an ein ange- schlossenes MIDI-Instrument senden und den Click von diesem Instrument wiedergeben lassen oder beides. Die folgenden Metronomeinstellungen können in diesem Dialog vorgenommen werden: Wiederherstellen von Audioaufnah- men nach einem Systemabsturz Normalerweise gehen bei einem Computerabsturz alle Än- derungen, die Sie seit dem letzten Speichern an einem Pro- jekt vorgenommen haben, verloren. Oft ist es nicht möglich, Ihre Arbeit schnell und unkompliziert wiederherzustellen. Wenn Cubase Essential während einer Aufnahme ab- stürzt (z. B. aufgrund eines Stromausfalls oder durch ein anderes Missgeschick), sind alle Audiodateien, die Sie bis zu diesem Zeitpunkt aufgenommen hatten, noch verfüg- bar, und zwar mit dem gesamten Material vom Beginn der Aufnahme an bis zum plötzlichen Systemabsturz.Metronom- optionenBeschreibung Metronom bei Aufnahme/ WiedergabeHier können Sie festlegen, ob das Metronom bei der Wie- dergabe, der Aufnahme oder bei beidem zu hören ist (wenn der Click-Schalter auf dem Transportfeld eingeschaltet ist). Click-Noten- längeWenn Sie diese Option einschalten, wird rechts daneben ein Feld angezeigt, in dem Sie den »Rhythmus« des Metro- noms festlegen können. Normalerweise gibt das Metronom einen Click pro Zählzeit wieder, wenn Sie hier jedoch z. B. einen Wert von »1/8« einstellen, erhalten Sie Achtelnoten – zwei Clicks pro Zählzeit. Sie können auch ungewöhnliche Metronom-Rhythmen wie z. B. Triolen festlegen. Vorzähler- OptionenBeschreibung Vorzähler (Takte)Hier legen Sie fest, wie viele Takte vor dem Beginn der Aufnahme vorgezählt wird (wenn der Vorzähler auf dem Transportfeld eingeschaltet ist). Taktart von Aufnahme- beginnWenn diese Option eingeschaltet ist, verwendet der Vor- zähler automatisch die Taktart und das Tempo von der Po- sition, an der die Aufnahme gestartet wurde. Taktart von Positions- zeigerWenn diese Option eingeschaltet ist, richtet sich der Vor- zähler nach der Taktvorgabe der Tempospur. Darüber hin- aus werden jegliche Tempoänderungen der Tempospur während des Vorzählers angewandt. Taktart verwendenWenn diese Option eingeschaltet ist, können Sie eine Taktart für den Vorzähler festlegen. In diesem Modus be- einflussen die Tempoänderungen in der Tempospur den Vorzähler nicht. MIDI-Click Beschreibung MIDI-Click aktivierenSchalten Sie diese Option ein, wenn der Click über MIDI wiedergegeben werden soll. MIDI-Port/ KanalWählen Sie hier einen MIDI-Port und -Kanal für den Metronom-Click aus. Hi Note/ Anschlag- stärkeHier können Sie die MIDI-Notennummer und -Anschlag- stärke für die »Hi Note« (die erste Zählzeit in einem Takt) festlegen. Lo Note/An- schlagstärkeHier können Sie die MIDI-Notennummer und -Anschlag- stärke für die »Lo Note« (die anderen Zählzeiten). Audio-Click Beschreibung Audio-Click aktivierenSchalten Sie diese Option ein, wenn der Click über Audio- Hardware wiedergegeben werden soll. Vorzähler- OptionenBeschreibung
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66 Aufnehmen Wenn Ihnen während der Aufnahme der Computer ab- stürzt, starten Sie einfach das System neu und öffnen Sie den Aufnahmeordner für das Projekt (standardmäßig der Audio-Ordner innerhalb des Projektordners). Darin sollten alle Dateien enthalten sein, die Sie zum Zeitpunkt des Ab- sturzes aufgenommen haben. !Bitte beachten Sie, dass diese Funktion keine um- fassende Garantie seitens Steinberg für die Wieder- herstellbarkeit von Audioaufnahmen nach Syste- mabstürzen darstellt. Zwar wurde das Programm intern dahingehend verbessert, dass Audioaufnah- men wiederhergestellt werden können, es ist jedoch bei einem Systemabsturz, Stromausfall usw. immer möglich, dass andere Komponenten des Systems beeinträchtigt wurden und so das Speichern bzw. Wiederherstellen von Dateien unmöglich wird. !Warnung: Bitte versuchen Sie nicht, eine solche Situ- ation aktiv herbeizuführen, um diese neue Funktion zu testen. Obwohl die internen Prozesse des Programms für den Umgang mit solchen Situationen angepasst wurden, kann Steinberg nicht dafür garantieren, dass dabei nicht andere Komponenten des Systems in Mit- leidenschaft gezogen werden.
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68 Fades, Crossfades und Hüllkurven Erstellen von Fades In Cubase Essential gibt es zwei Möglichkeiten, Fade-Ins und Fade-Outs in Audio-Events zu erstellen (d. h. Audioma- terial ein- bzw. auszublenden): mit den blauen Dreiecken (siehe unten) und mit dem Effekte-Untermenü (siehe »Er- stellen von Fades mit dem Effekte-Untermenü« auf Seite 70). Erstellen von Fades mit den blauen Dreiecken Wenn Sie ein Audio-Event auswählen, werden in der obe- ren linken und rechten Ecke blaue Dreiecke angezeigt. Sie können Audiomaterial ein- bzw. ausblenden, indem Sie diese Dreiecke verschieben. Erzeugen eines Fade-Ins. Das Fade-In wird automatisch in der Wellen- formdarstellung des Events angezeigt, so dass Sie die Änderungen se- hen können. Diese Fades werden nicht direkt auf den Audio-Clip ange- wendet, sondern in Echtzeit während der Wiedergabe be- rechnet, d. h. verschiedene Events, die auf denselben Audio-Clip verweisen, können über unterschiedliche Fade- Kurven verfügen. Wenn Sie viele Fades auf diese Weise erstellen, kann sehr viel Rechenleistung benötigt werden. Wenn Sie mehrere Events auswählen und an den Drei- ecken eines Events ziehen, wird dieses Fade auf alle aus- gewählten Events angewendet. Sie können das Fade-In bzw. Fade-Out in den Fade-Edi- toren bearbeiten (siehe »Die Fade-Editoren« auf Seite 70). Doppelklicken Sie auf den Bereich oberhalb der Fade-Kurve, um den entsprechenden Fade-Editor zu öffnen. Sie können auch ein Event aus- wählen und im Audio-Menü den Befehl »Fade-Editoren öffnen« wählen. (Wenn das ausgewählte Event sowohl über eine Fade-In- als auch eine Fade-Out-Kurve verfügt, werden zwei Dialoge geöffnet.) Wenn Sie die Wellenformdarstellung im Fade-Editor anpassen, wird diese Einstellung auch dann beibehalten, wenn Sie die Fade-Länge nachträglich ändern. Sie können den Fade-Bereich jederzeit verlängern bzw. verkürzen, indem Sie an den Dreiecken ziehen. Sie können diesen Vorgang auch durchführen, ohne das Event auszuwäh- len, d. h. ohne dass die Dreiecke im Event angezeigt werden. Bewegen Sie den Mauszeiger über die Fade-Kurve, bis er zu einem Doppelpfeil wird, kli- cken Sie und ziehen Sie die Maus an die gewünschte Position. Wenn im Programmeinstellungen-Dialog unter »Event- Darstellung–Audio« die Option »Fade-Griffe oben im Event anzeigen« eingeschaltet ist, bleiben die Fade-Griff im Event immer oben und die Anfangs- sowie Endpunkte der Fades werden durch vertikale Hilfslinien angezeigt. Diese Einstellung ist nützlich, wenn Sie für das Event eine geringe Laut- stärke einstellen möchten, da die Fade-Griffe in diesem Fall weiterhin sichtbar sind. Wenn im Programmeinstellungen-Dialog unter »Event- Darstellung–Audio« die Option »Lautstärkekurven im Event immer anzeigen« eingeschaltet ist, werden die Fade-Kur- ven in allen Events angezeigt, unabhängig davon, ob die Events ausgewählt sind oder nicht. Wenn diese Option ausgeschaltet ist, werden die Fade-Kurven nur in den ausgewählten Events angezeigt. Wenn im Programmeinstellungen-Dialog unter »Event- Darstellung–Audio« die Option »Fade-Linien verstärken« eingeschaltet ist, werden stärkere Fade-Linien und Laut- stärkekurven angezeigt, die besser erkennbar sind. Mit Hilfe der Optionen »Fade-Griffe oben im Event anzeigen« und »Fade- Linien verstärken« können Sie Fades auch dann bearbeiten, wenn die Lautstärke auf einen sehr niedrigen Wert gesetzt ist. Wenn im Programmeinstellungen-Dialog unter »Bear- beitungsoptionen–Audio« die Option »Event-Lautstärke und Fades mit dem Mausrad einstellen« eingeschaltet ist, können Sie die Lautstärkekurve mit dem Mausrad nach oben oder unten verschieben. Wenn Sie dabei die [Um- schalttaste] gedrückt halten passen Sie stattdessen die Fade-Kurve an. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich, wenn die Fade-Griffe nicht sichtbar sind (z. B. bei starker Vergrößerung). Wenn Sie sich der Mauszeiger auf der linken Hälfte des Events befindet, wird der Fade-In-Punkt verschoben, und auf der rechten Seite der Fade- Out-Punkt.
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69 Fades, Crossfades und Hüllkurven ÖWenn Sie hierfür die Tastatur der Maus vorziehen, können Sie für das Bearbeiten der Lautstärkekurve und Fade-Griffe auch Tastaturbefehle festlegen. Die zugehörigen Befehle finden Sie im Tastaturbefehle-Dialog unter »Au- dio«, siehe »Tastaturbefehle« auf Seite 355. Erzeugen und Anpassen von Fades mit dem Auswahlbereich-Werkzeug Sie können Fades auch mit dem Auswahlbereich-Werk- zeug erzeugen und bearbeiten. Gehen Sie folgenderma- ßen vor: 1.Wählen Sie einen Bereich des Audio-Events mit dem Auswahlbereich-Werkzeug aus. Das Ergebnis hängt von Ihrer Auswahl ab: Wenn Sie einen Bereich am Anfang des Events auswählen, wird ein Fade-In innerhalb dieses Bereichs erzeugt. Wenn Sie einen Bereich des Events, der das Event-Ende be- inhaltet, auswählen, wird ein Fade-Out in diesem Bereich er- zeugt. Wenn Sie einen Bereich in der Mitte des Events auswählen, der weder den Anfang noch das Ende beinhaltet, werden ein Fade-In und ein Fade-Out außerhalb des ausgewählten Be- reichs erzeugt, d. h. das Fade-In beinhaltet den Bereich vom Event-Anfang bis zum Anfang des Auswahlbereichs und das Fade-Out den Bereich vom Ende des Auswahlbereichs bis zum Event-Ende. 2.Wählen Sie im Audio-Menü »Fade-Längen wie Aus- wahlbereich«. Die Fade-Bereiche werden entsprechend der Länge des Auswahlbe- reichs eingerichtet. Das blaue Viereck zum Einstellen der Lautstärke Bei ausgewählten Audio-Events wird oben in der Mitte ein blaues Viereck angezeigt, mit dem Sie die Lautstärke ei- nes Events direkt im Projekt-Fenster einstellen können. Es ist direkt mit der Lautstärkeeinstellung in der Infozeile ver- bunden, d. h. beim Ziehen am blauen Viereck wird der Wert in der Infozeile ebenfalls geändert. Entfernen von Fades Sie können Fades folgendermaßen löschen: Wählen Sie das Event aus und wählen Sie im Audio- Menü den Befehl »Fades entfernen«. Ziehen Sie mit dem Auswahlbereich-Werkzeug im Pro- jekt-Fenster ein Auswahlrechteck auf, das die Fades und Crossfades umfasst, die Sie entfernen möchten, und wäh- len Sie im Audio-Menü den Befehl »Fades entfernen«. !Sie können mehrere Audio-Events auf unterschiedli- chen Spuren mit dem Auswahlbereich-Werkzeug auswählen und das Fade gleichzeitig auf alle ausge- wählten Events anwenden. Ziehen Sie das blaue Viereck nach oben oder unten, um die Lautstärke des Events zu verändern. Die Lautstärkeänderung wird numerisch in der Infozeile angezeigt. Die Wellenformdarstellung des Events spiegelt die Lautstärkeänderung wider.
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70 Fades, Crossfades und Hüllkurven Erstellen von Fades mit dem Effekte- Untermenü Wenn Sie ein Audio-Event oder einen Bereich in einem Audio-Event (mit Hilfe des Auswahlbereich-Werkzeugs) ausgewählt haben, können Sie ein Fade-In bzw. Fade-Out erstellen, indem Sie im Audio-Menü aus dem Effekte-Un- termenü den Befehl »Fade-In« bzw. »Fade-Out« wählen. Mit diesen Befehlen wird der entsprechende Fade-Editor geöffnet, in dem Sie eine Fade-Kurve festlegen können. Auf diese Weise erstellte Fades werden auf den eigentli- chen Audio-Clip angewendet, nicht auf das Event. Beach- ten Sie Folgendes: Wenn Sie später neue Events erzeugen, die auf denselben Clip verweisen, werden diesen automatisch dieselben Fades hinzugefügt. Mit Hilfe des Prozessliste-Dialogs können Sie Fades jederzeit löschen oder verändern (siehe »Der Prozessliste-Dialog« auf Seite 161). Wenn andere Events auf denselben Audio-Clip verwei- sen, werden Sie gefragt, ob Sie den Effekt auf alle Events anwenden möchten oder ob eine eigenständige, neue Version des Audio-Clips für das ausgewählte Event er- stellt werden soll. Wenn Sie auf den Weiter-Schalter klicken, wird der Vorgang auf alle Events angewendet, die auf den Audio-Clip verweisen. Wenn Sie auf den Schalter »Neue Version« klicken, wird eine separate, neue Version des Audio-Clips für das ausgewählte Event erzeugt. Wenn Sie die Option »Diese Meldung nicht mehr anzeigen« einschalten, werden alle Bearbeitungsschritte, die Sie danach über das Effekte-Untermenü vornehmen, entsprechend der hier ausgewählten Option (»Weiter« oder »Neue Version«) an- gewendet. Die Fade-Editoren Die Fade-Editoren werden angezeigt, wenn Sie einen vor- handenen Fade-Bereich bearbeiten oder im Audio-Menü aus dem Effekte-Untermenü den Befehl »Fade-In« bzw. »Fade-Out« wählen. Die folgende Abbildung zeigt den Fade-In-Editor. Die Optionen und Befehle im Fade-Out- Editor sind dieselben. Wenn Sie einen Fade-Editor öffnen, wenn mehrere Events ausgewählt sind, können Sie die Fade-Kurve für alle ausgewählten Events gleichzeitig bearbeiten. Dies ist sinnvoll, wenn Sie dasselbe Fade-In auf mehrere Events anwen- den möchten. Kurvenart Mit diesen Schaltern legen Sie fest, ob die Fade-Kurve aus Kurvensegmenten (linker Schalter), abgeflachten Kur- vensegmenten (mittlerer Schalter) oder linearen Segmen- ten (rechter Schalter) bestehen soll. Kurvenanzeige Hier wird die Form der Fade-Kurve angezeigt. Die Wellen- form, die durch die Bearbeitung entsteht, wird dunkelgrau dargestellt und die aktuelle Wellenform hellgrau. Sie können Punkte hinzufügen, indem Sie auf die Kurve klicken, und die Form der Kurve verändern, indem Sie be- stehende Punkte an eine neue Position ziehen. Wenn Sie einen Kurvenpunkt löschen möchten, ziehen Sie ihn aus der Anzeige heraus. Kurvenform-Schalter Mit Hilfe dieser Schalter können Sie auf schnellem Wege auf geläufige Kurvenformen zugreifen. !Die Länge des Fades hängt von der Größe des Aus- wahlbereichs ab, d. h. Sie legen die Fade-Länge be- reits vor dem Öffnen des Fade-Editors fest. !Sie können mehrere Events auswählen und diesel- ben Fades gleichzeitig auf alle ausgewählten Events anwenden. !Sie können diese Einstellung jederzeit im Programm- einstellungen-Dialog (unter »Bearbeitungsoptionen– Audio«) im Einblendmenü »Wenn Effekte mehrfach verwendete Clips betreffen« ändern.